Beziehung, Eltern-Kind-Beziehung, Partnerschaft, Psychologie, Verhaltensänderung

Traumatrigger

Grundsätzlich kann uns alles triggern und nichts. Was uns triggert hängt mit unseren Erfahrungen zusammen.

Trauma-Trigger sind Reize, die bewusst oder unterbewusst an einen Aspekt eines alten, nicht verarbeiteten Ereignisses erinnert und traumatische Gefühle hervorruft. Wir rutschen schlagartig aus dem gegenwärtigen Moment und landen emotional in der Vergangenheit, genau dorthin, wo eine Ursprungserfahrung damals für unser innerpyschisches Bewältigungssystem überfordernd war.

Wir reagieren je nach Temperament und Erfahrung mit Kampf, Flucht, oder Starre. Wir schreien also entweder sofort los, rennen weg, oder bleiben sprachlos und schalten innerlich ab (dissoziieren). Wir reagieren – vollständig oder zumindest teilweise – so wie während des traumatischen Geschehens damals. Die Reaktionen sind dabei in der Regel wesentlich intensiver, als es für die gegenwärtigen Umstände angemessen wäre.

Häufige durch Trigger ausgelöste Reaktionen sind: Gefühle von Panik, Angst, Wut, Ohnmacht, Erhöhter Puls/Herzrasen, Schweißausbrüche, ZitternÜbelkeit/Brechreiz, Kurzatmigkeit/Atembeschwerden, Schwächeanfälle, Schwindel, Schmerzen, Dissoziative Zustände.

Trauma bedeutet immer Stress für unser System, je mehr Trauma wir also erlebt haben, desto mehr Stress tragen wir in uns, desto kleiner ist unser Toleranzfenster, um souverän und „erwachsen“ zu reagieren. Ein Zusammenhang zwischen Trigger und Trauma muss nicht bewusst sein! Dieser Vorgang kann sich ausschließlich im Unterbewusstsein abspielen. entscheidend ist, dass bei Trauma unser System bis heute noch nicht begriffen hat, dass die Gefahr längst zu Ende ist. Wird der Trigger aktiviert, werden wir schlagartig in unsere Kindheit katapultiert, sind nicht mehr Erwachsen uns souverän, sondern fühlen uns genau so hilflos, wie damals mit zwei, drei oder fünf Jahren. Du fühlst Dich so wie damals ohnmächtig, wertlos, nicht gesehen, nicht verstanden, nicht geliebt, nicht genug ….

Je mehr äußerer Stress hinzukommt (Schlafmangel, Unterzucker, Beziehungskrise, Verlusterfahrung, Stress am Arbeitsplatz, Geldsorgen, Streit), desto schneller wird unser inneres Notfallprogramm aktiviert. Notfallprogramme sind im Hirnstamm angesiedelt und werden zur Überlebenssicherung reflexartig aktiviert, dieser Mechanismus setzt unser Frontalhirn außer Kraft. Erst wenn es zu spät ist, merken wir bewusst, dass unsere Reaktion suboptimal war.

Sind wird entspannter, ist die Lücke zwischen Reiz und Reaktion größer, sodass wir in der Lage sind uns zu regulieren, tief durchzuatmen und nicht unangemessen zu reagieren. Ist der innere Stresspegel ohnehin hoch, reichen Kleinigkeiten, um uns zum explodieren zu bringen.
Familienfeste sind ein gutes Trainingsfeld. Wenn wir bei unseren Eltern zuhause sind, fallen wir leicht in alte Kindheitsmuster. Unser Partner und unsere Kinder sind dadurch sehr verunsichert. Die Mama oder der Papa sind plötzlich so komisch. Das macht den Kids Stress und sie sind oft noch nicht in der Lage sich selbst gut zu regulieren.  

Also gerade, wenn es uns wichtig wäre, dass alles harmonisch und gesittet zugeht, läuft die Stimmung schnell aus dem Ruder. Wir sehen das Drama nahen, unserer innerer Stress steigt, unsere Lieben nehmen unseren Stress war, sind dadurch noch mehr gestresst und Bum -schon knallt es! Und dahin ist die fröhliche Familienstimmung!

Alles was uns innerlich hilft zu entspannen ist also förderlich um ein Fiasko zu verhindern. Jeder hat da sein eigenes Rezept. Atmen, Meditieren,Yoga, genügend Schlaf, Essen, kreativ sein: Stricken, Bewegung, Tanzen, Malen. Im Grunde alles, was uns im gegenwärtigen Moment hält.

Die beste Vorbereitung für ein friedvolles Familientreffen ist, heute den Tag nicht zu voll zu packen, und Dir was Gutes zu tun. Damit Dein innerer Stresspegel möglichst gering ist. Du hast es nämlich nicht in der Hand, welche Herausforderungen auf Dich zu kommen, oder auch nicht ;-)

Bist Du oft und schnell gestresst, empfehle ich Dir, die dahinter stehenden Themen anzuschauen.  Traumaintegration befriedet unser inneres System nachhaltig, dann erübrigen sich intensive Entspannungstechniken.

Was triggert Dich? Was hilft Dir, gelassen zu bleiben?

Buchempfehlungen:

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Allgemein, Depression, Eltern-Kind-Beziehung, Psychologie

Depressive Eltern – Wenn Kinder stark sein müssen

In Deutschland leben schätzungsweise 3 Mio Kinder mit einem psychisch kranken Elternteil zusammen. Vermutlich eine ähnlich hohe Zahl Kinder ist im Laufe ihres Lebens dauerhaft oder zeitweise von elterlicher Alkoholabhängigkeit betroffen.

Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung

Kinder haben sehr feine Antennen und merken, wenn etwas mit ihren Eltern nicht stimmt – auch wenn sie es nicht benennen können.

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Allgemein, Eltern-Kind-Beziehung, Psychologie, Verhaltensänderung

Wenn Kinder trotzen….

Der Trotz kommt aus heiterem Himmel
Bisher war Ihr Kind ausgeglichen, fröhlich und kooperativ. Plötzlich ist alles anders, es führt sich auf wie Rumpelstilzchen. Es wirft sich auf den Boden, schreit und strampelt und möchte um alles in der Welt seinen Willen durchsetzen. Was ist passiert?

Gesunder Entwicklungsschritt
Der Trotz ist eine natürliche Entwicklung, er ist eine Unabhänigkeitserklärung Ihres Kindes. Das Kind macht seine ersten Schritte und beginnt, sich aus der kompletten Abhängigkeit von den Eltern zu einem teilweise unabhängigen Individuum zu entwickeln. Es ist ein ganz wichtiger Schritt der Selbstwerdung Ihres Kindes. Diese Entwicklung wiederholt sich in der Pubertät. Interessant zu wissen ist, je stärker die Bindung an eine Bezugsperson ist, desto massiver fallen die Abgrenzungsmanöver aus, daher erklärt sich die unterschiedliche Reaktion der Kinder bei Mutter und Vater, oder bei Erzieherinnen.

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Allgemein, Psychologie, Verhaltensänderung

„Morgenseiten“ schreiben nach Julia Cameron

Das Konzept der „Morgenseiten “, geht auf die Bestseller-Autorin und Kreativtrainerin Julia Cameron zurück.

Es geht ganz einfach!

Sie schreiben jeden Morgen drei DIN A4 Seiten lang ungekürzt das auf, was Ihnen in den Sinn kommt. Schreiben Sie so schnell wie möglich, so unzensiert wie möglich diese drei Seiten voll.

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Allgemein, Psychologie, Verhaltensänderung, Versöhnung

Annehmen was das Leben für uns bereit hält

Dem Leben mit heiterer, optimistischer Gelassenheit zu begegnen ist, wie ich finde  ein wunderbarer Lebensgrundsatz. Es kommt soviel, auf das wir keinen direkte Einfluss haben. Auch wenn wir nicht immer gleich den Sinn einer Lebenssituation verstehen, irgendwann lichtet sich der Nebel und wir erkennen, wozu dies alles gut war.

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Allgemein, Psychologie, Verhaltensänderung

Weniger ist mehr – anstatt gute Vorsätze, die Gedanken beobachten

Für das neue Jahr nehmen wir uns viel vor. Wir wollen mehr Sport machen, überschüssige Pfunde loswerden,  ordentlicher sein, mehr Zeit für die Kinder, den Partner haben, und und und …

Sind wir mal ehrlich: Was ist von den guten Vorsätzen der letzten Jahre übrig geblieben? Wie viele davon haben wir in die Tat umgesetzt?

Wäre weniger nicht mehr?

Anstatt etwas zu ändern, zunächst einfach mal ganz genau Hinschauen, ganz bewusst und achtsam durch den Tag gehen. Und vielleicht ändern sich die Dinge dann ganz von selbst, weil wir durch die Erkenntnisse eine andere Sichtweise bekommen haben. Wie kann das gehen?

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