Beziehung, Eltern-Kind-Beziehung

Gastbeitrag von Franz Ruppert

Ich will lieben und geliebt werden

Ein menschliches Urbedürfnis und die weitreichenden Folgen, wenn die Mutterliebe fehlt

DIE SEHNSUCHT NACH LIEBE – EINE CONDITIO HUMANA

Ich will geliebt werden – ich behaupte, dieses Bedürfnis hat jeder Mensch. Eigentlich ist es ein zentrales menschliches Bedürfnis, das ursprünglich lautet: Ich will von meiner Mama geliebt werden.

Die Beziehung zur eigenen Mutter ist die erste Liebesbeziehung eines jeden Kindes. Ein Kind ist von Beginn seines Lebens an, also bereits vorgeburtlich voller Liebe für seine Mutter. Es ist auf den körperlich-emotionalen Kontakt mit ihr ausgerichtet. Für das Kind gibt es nichts Wichtigeres als seine Mutter. Das ist nicht verwunderlich, wächst doch jeder Mensch anfangs im Bauch seiner Mutter heran und ist auf Gedeih und Verderben auf sie angewiesen und ist von ihr existenziell. Jeder Mensch verfügt daher – und muss das auch – von Anfang an über eine enorme Liebesfähigkeit, die auf seine Mutter ausgerichtet ist, und hat einen ebenso großen Wunsch danach, von seiner Mutter geliebt zu werden.

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Allgemein, Beziehung, Depression, Eltern-Kind-Beziehung, Trauma

Gastbeitrag von Marthe Wegner-Valentin

Mythos Elternliebe

Eine der Grundursachen seelischer Leiden ist meines Erachtens darin zu finden, dass wir schlichtweg von falschen Prämissen ausgehen, was die „Normalität“ von zwischenmenschlichen Gefühlen und Verhaltenweisen betrifft. Häufig wird unsere Vorstellung dessen, was „normal“ im Sinne von „natürlich“, sinnvoll und moralisch unumstößlich ist, durch gesellschaftliche Idealbilder geprägt, die ihrerseits dem Zeitgeist der jeweiligen Epoche unterliegen. Wie so viele Konstrukte, die uns heutzutage als Naturgesetzmäßigkeiten verkauft werden, gehört mit Sicherheit auch die Annahme, dass Elternliebe per se als natürlicher Instinkt anzusehen sei, in das Reich der Sagen und Mythen.

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Beziehung, Eltern-Kind-Beziehung, Partnerschaft, Psychologie, Verhaltensänderung

Traumatrigger

Grundsätzlich kann uns alles triggern und nichts. Was uns triggert hängt mit unseren Erfahrungen zusammen.

Trauma-Trigger sind Reize, die bewusst oder unterbewusst an einen Aspekt eines alten, nicht verarbeiteten Ereignisses erinnert und traumatische Gefühle hervorruft. Wir rutschen schlagartig aus dem gegenwärtigen Moment und landen emotional in der Vergangenheit, genau dorthin, wo eine Ursprungserfahrung damals für unser innerpyschisches Bewältigungssystem überfordernd war.

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Allgemein, Beziehung, Eltern-Kind-Beziehung, Trauma

Gewalt in der Erziehung hat viele Gesichter

Hören wir von Gewalt in der Erziehung oder sogar sexuellem Missbrauch von Familienmitgliedern, sind wir schockiert und denken, oh mein Gott was gibt es doch für schlimme Dinge, die Eltern ihren Kindern antun. Entspannt lehnen wir uns zurück und sind froh, dass es so etwas Schreckliches in unserer Familie nicht gibt. Doch es braucht keine physische Gewalt um nachhaltige Verletzungen in der Psyche eines Menschen zu hinterlassen. Es gibt viel subtilere Formen von emotionaler Gewalt, die tagtäglich in Familien stattfindet.

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Allgemein, Beziehung, Eltern-Kind-Beziehung, Partnerschaft

Glückliche Scheidungskinder, geht das?

Ich soll einen Artikel über über Scheidungskinder zu schreiben. Mein erster Impuls ist, das bekomme ich gar nicht wirklich authentisch hin, schließlich habe ich keine persönlichen Erfahrungen mit dem Thema. Es ist viel authentischer, wenn jemand der bereits eine Scheidung hinter sich hat, diesen Artikel schreibt. Moment, ganz so stimmt es nicht, ich bin selbst Scheidungskind.

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Allgemein, Beziehung, Depression, Eltern-Kind-Beziehung, Partnerschaft, Trauma

Einfluss narzisstischer Eltern 

Leidest Du an einem geringen Selbstwertgefühl, an unerklärlichen Depressionen,  Ängsten, oder befindest Du Dich immer wieder in unglücklichen Beziehungen? Dann kann es sein, dass die Ursache in einem narzisstisch geprägten Elternhaus liegt. Vielleicht akzeptieren Deine Eltern heute, dass Du erwachsen bist und ein eigenes Leben führst. Haben Deine Eltern allerdings stark ausgeprägte narzisstische Züge, ist es gut möglich, dass das übergriffige Verhalten Deiner Eltern noch heute eure Beziehung bestimmt. Selbst mit 40, 50, oder 60 wissen Deine Eltern immer noch besser, was gut für Dich ist.

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Allgemein, Eltern-Kind-Beziehung, Trauma

Schreibabys – Ursache und Hilfe

Weint ein Säugling mindestens drei Stunden täglich, an mindestens drei Tagen pro Woche, mindestens drei Wochen lang, spricht man von einem Schreibaby. Auch kürzere Schreiphasen können die jungen Eltern an den Rand ihrer Kräfte bringen. Hat der Kinderarzt körperliche Ursachen ausgeschlossen, bleibt den Eltern Frust statt Freude.

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Allgemein, Depression, Eltern-Kind-Beziehung, Psychologie

Depressive Eltern – Wenn Kinder stark sein müssen

In Deutschland leben schätzungsweise 3 Mio Kinder mit einem psychisch kranken Elternteil zusammen. Vermutlich eine ähnlich hohe Zahl Kinder ist im Laufe ihres Lebens dauerhaft oder zeitweise von elterlicher Alkoholabhängigkeit betroffen.

Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung

Kinder haben sehr feine Antennen und merken, wenn etwas mit ihren Eltern nicht stimmt – auch wenn sie es nicht benennen können.

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Allgemein, Eltern-Kind-Beziehung, Psychologie, Verhaltensänderung

Wenn Kinder trotzen….

Der Trotz kommt aus heiterem Himmel
Bisher war Ihr Kind ausgeglichen, fröhlich und kooperativ. Plötzlich ist alles anders, es führt sich auf wie Rumpelstilzchen. Es wirft sich auf den Boden, schreit und strampelt und möchte um alles in der Welt seinen Willen durchsetzen. Was ist passiert?

Gesunder Entwicklungsschritt
Der Trotz ist eine natürliche Entwicklung, er ist eine Unabhänigkeitserklärung Ihres Kindes. Das Kind macht seine ersten Schritte und beginnt, sich aus der kompletten Abhängigkeit von den Eltern zu einem teilweise unabhängigen Individuum zu entwickeln. Es ist ein ganz wichtiger Schritt der Selbstwerdung Ihres Kindes. Diese Entwicklung wiederholt sich in der Pubertät. Interessant zu wissen ist, je stärker die Bindung an eine Bezugsperson ist, desto massiver fallen die Abgrenzungsmanöver aus, daher erklärt sich die unterschiedliche Reaktion der Kinder bei Mutter und Vater, oder bei Erzieherinnen.

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