Nebelkinder – Kriegsenkel

Sind Sie zwischen 1955 und 1980 geboren? Dann Sind Sie ein Kriegsenkel.

Eigentlich ist alles gut und dennoch leiden Sie unter Symptomen wie Ängste, Depressionen Burn out und Selbstwertproblemen? Dann kann es sein, dass Sie die Lösung in verschwiegenen und nicht bearbeiteten Kriegserlebnissen Ihrer Ahnen finden. Vieles lässt sich verstehen, wenn wir den größeren Zusammenhang sehen.

Wir werden nicht in einen luftleeren Raum geboren. Man sagt: Großes Unrecht, das Menschen erfahren und großer Schmerz, der ihnen zugefügt wurde, braucht vier Generationen, um zu heilen. Unsere Vorgeneration mussten viel Leid ertragen und haben versucht das Beste zu geben. Sie haben „funktioniert“, doch hat je eine emotionale Auseinandersetzung stattgefunden? Mir scheint, dass das unsere Aufgabe ist, denn wir haben anders als unsere Großeltern und vielleicht auch unsere Eltern vielfältige Möglichkeiten, genau das zu tun.

Es geht darum, auf die Suche zu gehen. Auf die Suche nach den verborgenen Geheimnissen zwischen den Generationen. Denn letztlich geht es darum, auch die eigenen Kinder, die heutigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, davor zu schützen, die unbewussten Aufträge von Eltern und Großeltern zu lösen. Dabei können wir ihnen helfen, indem wir uns selbst mit uns auseinandersetzen.

Auszug aus dem Buch Kriegsenkel, von Susanne Bode, S.170f.:

Wie sich Schatten verflüchtigen

Das Wesentliche, was ich aus meiner Familiengeschichte und der Beschäftigung mit der deutschen Geschichte gelernt habe, ist, dass alle Schicksale miteinander verbunden sind. Wir alle tragen das Glück und Unglück aller mit. Es ist ein fataler Trugschluss zu denken, dass man negative Energien aus der persönlichen Geschichte zuschütten kann, um sich von der Vergangenheit zu trennen. Sie sprießen aus allen undichten Stellen und drängen unweigerlich an die Oberfläche. Wenn sie nicht im eigenen Leben ans Tageslicht kommen, werden die negativen Energien auf die nächste Generation übertragen.

Durch meine Hartnäckigkeit, mit der ich die Verkettung der verschiedenen Einflüsse schließlich entwirrte, habe ich gelernt, mein eigenes Leben zu verstehen. Ich habe gelernt, zu leben, weil ich dadurch meine Persönlichkeit entdecken konnte. Letztlich ist der Umgang mit den Schatten meines Lebens sehr erkenntnisreich und heilsam gewesen. Ich weiß, dass die Schatten sich verflüchtigen, wenn sie ans Tageslicht kommen. Eine tief sitzende Angst ist mir dadurch genommen worden, und der Schmerz hat sich für mich in allerletzter Konsequenz in persönliche Freiheit und geistige Unabhängigkeit verwandelt.

Buchtipps:

 

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