Allgemein, Psychologie, Verhaltensänderung

Trainieren Sie Ihren Problemlösungsmuskel

Probleme sind wie Gewichte im Fitnesscenter, indem wir sie anpacken und meistern, werden wir in unserer Persönlichkeit gestärkt.

Blicken Sie auf Ihr Leben zurück, dann finden Sie bestimmt einige Situationen, die damals eine große Herausforderung für Sie waren. Irgendwann haben Sie eine Lösung gefunden und gingen gestärkt und um ein paar Erkenntnisse reicher aus der Situation hervor.

Probleme sind Geschenke des Lebens

Was ist Ihr größtes Problem? Schauen Sie ganz genau hin, welche Lebenslektion dahinter steckt.  Was ist das Geschenk, dass sich dahinter für Sie verbirgt? Worin liegt Ihr persönliches Wachstumspotential?

Unserer Problem ist, dass wir denken, das Problem sei das Problem. Dabei ist nicht das Problem das Problem, sondern unsere Gedanken über das Problem und unser Fokus darauf.

Nicht das Problem macht die Schwierigkeiten, sondern unsere Sichtweise.
Viktor Frankl

Probleme und Schwierigkeiten sind Botschaften des Lebens an uns, es sind unsere ganz eigenen Herausforderungen, die uns zu persönlichem Wachstum antrieben.

Wenn wir bereit sind zu erkennen, dass unsere Probleme Geschenke sind, die das Leben für uns bereit hält, beginnt Persönlichkeitsentwicklung. Können wir dies akzeptieren, haben wir die Energie, die wir vorher für den Widerstand gegen das Problem verwendet haben zur Verfügung, um Lösungen für die jeweilige Lebensherausforderung zu finden.

Unser Streben ist es, möglichst keine Probleme zu haben, um glücklich und zufrieden leben zu können. Entspricht das der Realität? In der Regel nicht. Kaum ist eine Lösung für ein Problem gefunden, präsentiert uns das Leben eine neue Aufgabe.

Was ist, darf sein, und was sein darf, kann sich verändern.
Werner Bock

In diesem Satz steckt eine ganze Menge Lebensweisheit:

1. Was ist, darf sein

Ob uns das gefällt oder nicht, so ist es. Die Situation in der wir momentan stecken, haben wir uns vermutlich nicht ausgesucht, dennoch ist es unsere im Moment herrschende Lebensrealität. Warum sich also dagegen wehren und kostbare Lebensenergie verschwenden?

2. Was sein darf, kann sich verändern

In dem Moment, wo wir den Ist-Zustand akzeptieren, hat sich die Situation noch nicht verändert, doch unsere Haltung zu den jeweiligen Umständen sehr wohl. Vielleicht hat uns unser Partner verlassen, hat uns jemand verletzt, oder wir haben eine schwere Krankheit, was auch immer in unserem Leben gerade ist. Es ist unser Leben. Es hilft nichts einen Verantwortlichen zu suchen, oder nach dem Warum zu fragen. Durch die Annahme des status quo sind wir in der Lage, unseren Blick in die Zukunft zu richten. Unsere Energie einzusetzen, um nach einer Lösung, einer neuen Perspektive zu suchen.

Nehmen wir also die Herausforderung unseres Lebens dankend an und finden die versteckten Geschenke hinter unseren Problemen.

Ein schönes Bild dazu ist, die Geschichte von der Palme mit der schweren Last:

Die Palme mit der schweren Last

Eine kleine Palme wuchs kräftig am Rande einer Oase. Eines Tages kam ein Mann vorbei. Er sah die kleine Palme und konnte es nicht ertragen, dass sie so prächtig wuchs.

Der Mann nahm einen schweren Stein und hob ihn in die Krone der Palme. Schadenfroh lachend suchte er das Weite. Die kleine Palme versuchte, den Stein abzuschütteln. Aber es gelang ihr nicht. Sie war verzweifelt.

Da sie den Stein nicht aus ihrer Krone bekam, blieb ihr nichts anderes übrig, als mit ihren Wurzeln immer tiefer in die Erde vorzudringen, um besseren Halt zu finden und nicht unter der Last zusammenzubrechen.

Schließlich kam sie mit ihren Wurzeln bis zum Grundwasser und trotz der Last in der Krone wuchs sie zur kräftigsten Palme der Oase heran. Wasser aus der Tiefe und Sonnenlicht aus der Höhe machten eine königliche Palme aus dem jungen Baum.

Nach mehreren Jahren kam der Mann und wollte in seiner Schadenfreude sehen, wie wohl verkrüppelt die Palme gewachsen sei, sollte es sie überhaupt noch geben. Aber er fand keinen verkrüppelten Baum.

Plötzlich bog sich die größte und kräftigste Palme der Oase zu ihm herunter und sagte: „Danke für den Stein, den du mir damals in die Krone gelegt hast. Deine Last hat mich stark gemacht!“

Afrikanisches Märchen

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