Allgemein, Psychologie, Verhaltensänderung

Weniger ist mehr – anstatt gute Vorsätze, die Gedanken beobachten

Für das neue Jahr nehmen wir uns viel vor. Wir wollen mehr Sport machen, überschüssige Pfunde loswerden,  ordentlicher sein, mehr Zeit für die Kinder, den Partner haben, und und und …

Sind wir mal ehrlich: Was ist von den guten Vorsätzen der letzten Jahre übrig geblieben? Wie viele davon haben wir in die Tat umgesetzt?

Wäre weniger nicht mehr?

Anstatt etwas zu ändern, zunächst einfach mal ganz genau Hinschauen, ganz bewusst und achtsam durch den Tag gehen. Und vielleicht ändern sich die Dinge dann ganz von selbst, weil wir durch die Erkenntnisse eine andere Sichtweise bekommen haben. Wie kann das gehen?

Hirnforscher haben herausgefunden, dass wir pro Tag 60.000 – 80.000 Gedanken denken. Viele davon sind unbewusst. Unser Gedankenkarusell dreht sich permanent. Wir beschäftigen uns mit Situationen aus der Vergangenheit oder machen uns Sorgen über die Zukunft, dabei entgleitet uns oft der gegenwärtige Augenblick.

Achtsamkeit bedeutet, ganz bewusst den gegenwärtigen Moment zu leben, ganz genau hinschauen auf das wir tun, was wir denken und fühlen. Den Moment leben, hier und jetzt!

Den Denker beobachten

Beobachten Sie den Denker in Ihrem Kopf, mit einer offenen, akzeptierenden Haltung. Nehmen Sie einfach Ihre Gedanken wahr, ohne etwas verändern zu wollen oder zu urteilen. Seien Sie neugierig, auf das, was Sie in sich wahrnehmen. Schauen Sie sich das Schauspiel aus der Ferne an.

Falls Sie anfangen Ihren Gedanken nachzuhängen, ist das völlig in Ordnung, holen Sie sich dann gedanklich wieder zurück, und gehen Sie auf Ihren Beobachterposten. Wenn Sie Ihre Gedanken und Gefühle beobachten, werden Sie feststellen, dass vieles bekannt ist und sich immer wieder in Ihrem Kopf dreht.

Gedanken hinterfragen: Ist das wahr?

Wenn ich mir meiner Gedanken bewusst bin, kann ich sie hinterfragen, ob das tatsächlich so stimmt. Meist werde ich feststellen, dass viel Stress, den ich mir mache, überhaupt nicht notwendig ist. Es sind vielmehr meine Überzeugungen, Gewohnheiten und Glaubensmuster, die Stress verursachen. Bei genauer Betrachtung kann ich erkennen, dass es für jeden Gedanken auch eine ganz andere Interpretation gibt. Wenn wir etwas glauben, dann ist das nur eine mögliche Sicht der Dinge und eben nicht die ganze Wahrheit.

Glaube nicht alles was du denkst. Die Realität ist immer freundlicher als dein Denken. Byron Katie

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