Allgemein, Psychologie, Versöhnung

Herbst – Erntezeit und Veränderung

Die Blätter färben sich bunt, fallen und rascheln am Boden, wenn der Wind durch sie hindurch fegt. Bäume und Sträucher machen sich bereit für den Winter. Der Herbst ist die Zeit des Reifens, der Ernte und des scheinbaren Verfalls.

Der Herbst macht uns wie keine andere Jahreszeit die Vergänglichkeit bewusst. In diesem Jahr schien der Sommer unendlich, und doch war er plötzlich vorbei. Wie die Jahreszeiten, ist unser Leben in ständigem Wandel , Lebensabschnitte gehen zu Ende, Perspektivwechsel stehen an oder auch ein Rückblick auf Vergangenes.

Der Herbst ist eine gute Jahreszeit, um die letzten Monate oder Jahre zu reflektieren: Was lief gut? Was ist uns gelungen? Wohin soll es gehen? Was ist noch zu tun?

Ernten wir die Früchte des Sommers und Säen für die Zukunft. Die Natur macht es uns vor:

Von der Sonne lernen zu wärmen,
von den Wolken lernen leicht zu schweben,
vom Wind lernen Anstöße zu geben,
von den Vögeln lernen Höhe zu gewinnen,
von den Bäumen lernen standhaft zu sein.

Von den Blumen das Leuchten lernen,
von den Steinen das Bleiben lernen,
von den Büschen im Frühling Erneuerung lernen,
von den Blättern im Herbst das Fallenlassen lernen,
vom Sturm die Leidenschaft lernen.

Vom Regen lernen sich zu verströmen,
von der Erde lernen mütterlich zu sein,
vom Monde lernen sich zu verändern,
von den Sternen lernen einer von vielen zu sein,
von den Jahreszeiten lernen,
dass das Leben immer von neuem beginnt.

Ute Latendorf

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